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    <title>2168645</title>
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    <item>
      <title>Szenefälschende Beamte</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/szenefaelschende-beamte</link>
      <description>Manche Ordnungshüter nehmen es mit der Wahrheit nicht besonders genau. Das mussten jetzt auch sechs Ultras des SV Werder Bremen erfahren. Sie wurden beschuldigt, gemeinsam eine Person attackiert zu haben.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob das althergebrachte Bild vom Schutzmann, der immer freundlich ist und niemandem etwas Böses will, jemals der Realität entsprach? Heute stimmt es jedenfalls nicht mehr. Jeder Fußballfan kann ein Lied davon singen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast wöchentlich gibt es Ärger mit der Polizei, wobei Team Blau auch immer darauf bedacht ist, das eigene Ansehen in der Öffentlichkeit zu wahren. Man selbst ist natürlich immer nur der Gute, der Hüter des Gesetzes, und das Gegenüber, der Fußballfan, ist die Inkarnation des Bösen, das bekämpft werden muss. Nicht immer nehmen es die Beamten dann mit der Wahrheit ganz genau. Das mussten jetzt auch sechs Ultras des SV Werder Bremen erfahren. Sie wurden beschuldigt, im Rahmen eines Heimspiels gemeinsam eine Person attackiert zu haben. Bei einem solchen Vorwurf ist »Musik drin«, geht es doch in der Regel um sogenannte gefährliche Körperverletzung, auf die eine Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsentzug steht. Was natürlich auch die Beamten wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zivilpolizisten, die für die Fußballsachen zuständig sind, versuchten, mit Videos zu untermauern, dass die Ultras die alleinigen Täter waren. Die Staatsanwaltschaft folgte dem und erhob Anklage beim Amtsgericht. Dessen Aufgabe ist es zu entscheiden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird. Leider winken zu viele Richter die Anklagen einfach durch. Nicht in diesem Fall. Die Richterin machte sich die Mühe einer genauen Videosichtung. Dabei stellte sie fest, dass die Aggression vom vermeintlich Geschädigten ausgingen und die Ultras nur schlichten wollten. Sie schlugen nicht, attackierten nicht. Die Richterin ließ die Anklage nicht zu und begründete dies ausführlich in einem Beschluss. Ihr habe es sich nicht erschlossen, warum die Beamten die Vorgänge auf den Videos nicht richtig sahen oder sehen wollten. Der Beschluss wurde rechtskräftig, die Staatskasse trug alle Kosten. Die Grün-Weiße Hilfe, die Fanhilfe der Werder-Fans, schrieb von »szene­fälschenden Beamten«, die vom Amtsgericht gestoppt wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeder Zivilbeamte in dieser Republik sollte den Fall verinnerlichen. Auch wenn er Fans als seine natürlichen Feinde ansehen mag – er ist Ermittlungsbeamter und damit der Wahrheit verpflichtet. Bleibt er nicht bei ihr, macht er sich strafbar. In solchen Fällen sollte die Staatsanwaltschaft genauso hart vorgehen, wie sie es immer gern gegen Fußballfans tut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Sport frei!« vom Fananwalt.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            (Quelle:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/445274.beim-fananwalt-szenef%C3%A4lschende-beamte.html?sstr=fananwalt" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/445274.beim-fananwalt-szenef%C3%A4lschende-beamte.html?sstr=fananwalt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            )
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 23 Feb 2023 16:46:15 GMT</pubDate>
      <author>r.lau@lau-meyer.de (René Lau)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Fair Play</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/fair-play</link>
      <description>Natürlich ist es wichtig, so leidige Sachen wie Kommerzialisierung, Montagsspiele oder korrupte Verbände zu thematisieren, und das immer wieder. Gleichwohl dürfen wir die schönen Dinge nicht aus den Augen verlieren.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Schiedsrichter Bastian Dankert gibt Anweisungen
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Leider müssen wir Fans uns allzu oft mit den unschönen Seiten modernen Fußballs auseinandersetzen. Natürlich ist es wichtig, so leidige Sachen wie Kommerzialisierung, Montagsspiele oder korrupte Verbände zu thematisieren, und das immer wieder. Gleichwohl dürfen wir die schönen Dinge nicht aus den Augen verlieren, die Dinge, weshalb wir Fußball lieben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am letzten Spieltag der dritten Liga hatte ich so einen Moment. Es war das Spiel zweier Aufstiegskandidaten und Traditionsteams, die Begegnung von Waldhof Mannheim und Eintracht Braunschweig, die nur zwei Punkte auseinander lagen. Eine alte Fußballweisheit besagt, dass jedes Tor gegen einen direkten Konkurrenten doppelt zählt. Ein umkämpftes Spiel: Die Eintracht ging in der 39. Minute in Führung, kurz danach zeigte der Schiedsrichter zugunsten der Blau-Gelben auf den Punkt – Handelfmeter. Was war passiert? Nach einer Hereingabe durch Braunschweig in den Mannheimer Strafraum wehrte Mannheims Gerrit Gohlke in der 40. Minute den Ball zur Ecke ab. Der Schiedsrichter hatte aber ein Handspiel gesehen, entschied auf Strafstoß für Braunschweig. Nach Betrachtung der TV-Bilder wurde klar, dass der Ball mit der Brust, nicht mit dem Arm geklärt worden war. Um ganz sicher zu gehen, fragte der Referee den Braunschweiger Spieler Bryan Henning, der die Flanke hereingegeben hatte. Hätte er gesagt, ja, es war der Arm, wäre der Elfmeter ziemlich sicher gewesen – 2:0 für die Eintracht. Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Eine Vorentscheidung. Was tat Henning? War ehrlich, sagte, dass er den Ball an der Brust gesehen hätte, nicht an der Hand. Ecke statt Elfer. Das Spiel ging mit 1:0 weiter. Fair Play nennt man so was.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nachwuchstrainer bemühen sich ja sehr, den Fair-Play-Gedanken bereits den Jüngsten nahezubringen. Nicht bei allen kommt die Botschaft an. Der eigene Vorteil, der zum Sieg führen soll, ist meist wichtiger. Im richtigen Leben ist es längst auch so. Leider. Besser wäre, wir würden uns auch hier stärker am Fair Play orientieren. Eine ausgesprochen schöne Tradition.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/422420.beim-fananwalt-fair-play.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/422420.beim-fananwalt-fair-play.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 11 Mar 2022 13:03:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/fair-play</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Kein Neuanfang</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/kein-neuanfang</link>
      <description>Schon häufig war der DFB hier Thema. Selten konnte ich über den Verband lobende Worte finden. In der kommenden Woche nun ist Bundestag des DFB, ein neuer Präsident wird gewählt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon häufig war der DFB hier Thema. Selten konnte ich für den Verband lobende Worte finden. In der kommenden Woche nun ist Bundestag des DFB, ein neuer Präsident wird gewählt. Eine Präsidentin kann es nicht werden, es sind Männer, die miteinander konkurrieren. Immerhin: Zum ersten Mal in der Geschichte des DFB tritt mehr als ein Kandidat an. Trotzdem können wir Fans nichts Gutes erwarten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zwar wird von allen Seiten betont, dass die Kandidaten aus unterschiedlichen Bereichen kommen, aus Fansicht macht es das aber nicht besser: Es sind Kandidaten, die für das alte System Fußball stehen. Peter Peters kam als Vereinsfunktionär zur DFL, ist derzeit amtierender Präsident des DFB. Der andere Kandidat ist Bernd Neuendorf, Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein. Beide sind seit langem mit dem System DFB verbunden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Hintergrund ist dieser: Kandidaten für das höchste Fußballamt können dem DFB-Bundestag ausschließlich von den regionalen Verbänden vorgeschlagen werden. Daraus folgt: Ist man nicht im System großgeworden oder nicht anderweitig exakt in der Spur, hat man keine Chance. Unabhängige Kandidaten wird es so nie geben. Das will man auch nicht anders, exakt so ist das DFB-System konstruiert. Mit Demokratie oder Transparenz hat das nichts zu tun.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit Kandidaten wie diesen in einem System wie diesem wird sich nie etwas ändern. Alles ist bereits vorher geklärt, auf dem Bundestag kann rein gar nichts schiefgehen. Bezeichnend auch: Keiner der beiden Kandidaten hat sich öffentlich dahingehend geäußert, wofür er steht, was genau unter seiner Regentschaft anders werden soll. Themen, zu denen wir Fans gern mal etwas gehört hätten, gäbe es ja mehr als genug: Beteiligung von Frauen, die Sache Katar, das Problem mit der Klüngelei, gerechtere Behandlung der Amateure etc.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sicher ist: Solange dieses System nicht grundlegend geändert, im demokratischen Sinne vom Kopf auf die Füße gestellt, sondern lediglich der oberste Kopf ausgetauscht wird, ist es hoffnungslos. Peters oder Neuendorf – es bleibt der alte DFB, das alte System.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/421953.beim-fananwalt-kein-neuanfang.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/421953.beim-fananwalt-kein-neuanfang.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 04 Mar 2022 13:02:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/kein-neuanfang</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Zu Hause spielen</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/zu-hause-spielen</link>
      <description>Fans wissen, wie wichtig sie ist: die Heimstärke. Bebt das Stadion, kommt die dritte Luft, die mit etwas Glück zum Sieg führt. Heimstärke kommt aber von Heimstätte.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Fans wissen, wie wichtig sie ist: die Heimstärke. Bebt das Stadion, kommt die dritte Luft, die mit etwas Glück zum Sieg führt. Heimstärke kommt aber von Heimstätte. Mehr noch: Nur wenn sich Mannschaft und Fans in der Heimstätte wohlfühlen, kann der Funke überspringen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht weit von der Spielstätte sind in der Regel Geschäftsstelle, Trainingsgelände und das Vereinsheim angesiedelt. Nur wenn das alles vorhanden ist, von Fans und Mitgliedern angenommen wird, kann die Hütte brennen. Das gilt erst recht für Vereine aus unteren Ligen. Die Atmosphäre ist hier eine vertrautere, alles etwas überschaubarer. Wie wichtig das ist, erleben Fußballfans zu Beginn jeder Saison – wenn die Amateure im DFB-Pokal die Großen empfangen. Doch auch im Ligaalltag braucht es eine Heimstätte, die den Namen verdient, nicht zuletzt für den Heimvorteil. Und vor allem, wenn es um den Aufstieg geht. Gerade hat der DFB die Stadionanforderungen für die dritte Liga heruntergeschraubt. Gleichwohl gibt es mancherorts unüberwindliche Hürden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Paradebeispiel ist meine Heimatstadt Berlin. Fast scheint es so, als sollte es kein Verein wagen, in den großen Fußball aufzusteigen. Zwar haben die beiden Erstligisten Hertha und Union Stadien, mit denen sie mehr oder weniger glücklich sind. Danach aber ist Schluss mit lustig. Der Jahnsportpark, dessen Betriebserlaubnis eigentlich abgelaufen war, konnte nur mit viel privatem Geld zur Heimstätte von Drittligist Viktoria Berlin werden. Gerade schickt sich ein weiterer Berliner Verein an, in die dritte Liga zu stürmen. BFC Dynamo spielt seit dieser Saison wieder in seinem Sportforum – und alle sind glücklich, die Hütte brennt. Das Problem ist folgendes: Obwohl der Betrag überschaubar ist, ist der Berliner Senat nicht bereit, den Verein zu unterstützen, damit er auch in Zukunft im Sportforum spielen kann. Obwohl der Senat Eigentümer des Sportforums ist. Die Fans haben derweil eine Petition gestartet, die Presse eingeschaltet, man plant weitere Aktionen, um dem Senat die Augen zu öffnen. Es ist ja auch nicht das erste Problem, dass es in Berlin mit Fußballstadien gibt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Senat, der nicht müde wird, vollmundig von der »Sportstadt Berlin« zu sprechen, kneift, wenn’s darauf ankommt, markigen Worten Taten folgen zu lassen. Liebe Frau Giffey, Sie als ehemalige Familienministerin sollten im Grunde wissen, dass es hier um einen Verein mit Hunderten von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt geht, die stolz auf den Erfolg ihrer ersten Mannschaft sind. Sie wollen sie sehr gern auch in der nächsten Saison in der dritten Liga zu Hause spielen sehen. Im Sportforum.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/421494.beim-fananwalt-zu-hause-spielen.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/421494.beim-fananwalt-zu-hause-spielen.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Feb 2022 13:00:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/zu-hause-spielen</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein zufriedener Anwalt</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/ein-zufriedener-anwalt</link>
      <description>Kürzlich verschlug es mich mal wieder zum Amtsgericht Magdeburg, hübsch gelegen gegenüber dem Hundertwasserhaus und nur einen Steinwurf vom Dom entfernt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Kürzlich verschlug es mich mal wieder zum Amtsgericht Magdeburg, hübsch gelegen gegenüber dem Hundertwasserhaus und nur einen Steinwurf vom Dom entfernt. Meinem Mandanten war in der Anklage eine Tat im Stadion vorgeworfen worden, die man auch außerhalb des weiten Runds besser nicht begehen sollte.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht lag es am sommerlichen Saisonbeginn mit reichlich Alkohol schon am Vormittag. Der Mandant jedenfalls, ein Mann in den mittleren Vierzigern, hat sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen. Das Bundeszentralregister war leer, Stadionverbot hatte er auch noch nie. Gute Voraussetzungen für den Fananwalt, mit Staatsanwaltschaft und Gericht über eine Einstellung des Verfahrens zu diskutieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den Kopf eines Staatsanwaltes oder Richters kann allerdings auch ich nicht sehen – ich bekam ein klares »Nein« zu hören. Das war für mich zwar nicht verständlich, aber ich merkte schnell, dass es keinen Sinn hatte, weiterzudiskutieren. Um aus der Sache glimpflich herauszukommen, musste daher, nicht zuletzt der bescheidenen Beweislage wegen, die Taktik geändert werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir hissten die weiße Flagge. Mein Mandant schilderte den Verlauf des Spieltages, die zunehmende Alkoholisierung, den Ärger aufgrund der Niederlage seines Herzensvereins. Keine gute Entschuldigung, klar, aber eine für den Richter nachvollziehbare Erklärung war es schon. Der Richter gab eine schöne Anzahl belehrender Worte von sich, ein Unmensch war er aber nicht. Man war sich schnell darin einig, dass es sich bei meinem Mandanten keinesfalls um einen Fußballkrawallo handelt. Er wurde zu einer überschaubaren Geldstrafe verurteilt, die nicht in einem normalen Führungszeugnis auftaucht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Selbstverständlich war ich darüber zunächst nicht sehr glücklich. Aber der Mandant war es. Vor dem Gerichtsgebäude fiel er mir um den Hals, bedankte sich herzlich. Seine Zufriedenheit war sozusagen mit Händen zu greifen. Und das ist die Quintessenz des Ganzen: Zwar hatte der Fananwalt ein besseres Ergebnis erreichen wollen, aber nicht immer ist dies der Maßstab. Glücklich ist er, wenn der Mandant es ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/420966.beim-fananwalt-ein-zufriedener-anwalt.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/420966.beim-fananwalt-ein-zufriedener-anwalt.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 18 Feb 2022 12:58:26 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Besen im System</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/besen-im-system</link>
      <description>Einziges Lichtblickchen dabei war ihr Bekenntnis zur 50-plus-eins-Regel.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Volksmund sagt: »Neue Besen kehren gut.« Nicht so der neue Besen bei der DFL. Dort sitzt seit diesem Jahr Frau Donata Hopfen auf dem Stuhl des abgedankten Chefs Herrn Christian Seifert. Die Fußballnation war gespannt, was da jetzt kommen mag. Formal bekam sie erst mal eine abgelesene Antrittsrede. Jüngst aber ist die neue DFL-Chefin in einem Interview mit einem Sonntagsblatt, dessen Name mit B anfängt und mit ild endet, konkret geworden, wie es aus ihrer Sicht weitergehen soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Einziges Lichtblickchen dabei war ihr Bekenntnis zur 50-plus-eins-Regel. Anderes war dann aus der Mottenkiste, wie die Einführung von Play-offs um die Bundesligameisterschaft nach dem Motto: Hauptsache hochdotierte TV-Verträge. Aber bislang hat sich die Idee glücklicherweise nicht durchsetzen können. Grusliger, weil näher an der Realisierung, dagegen Hopfens Wunsch, dass es »keine Denkverbote mehr gibt«, wenn es darum geht, den Supercup des schnöden Mammons nach Saudi-Arabien zu verlegen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zwei Mannschaften um den halben Globus fliegen lassen – welcher Fan, Frau Hopfen, soll da denn hinterherkommen? Der Familienvater oder die Studentin mit Stehplatz-Dauerkarte sicher nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/420482.beim-fananwalt-besen-im-system.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/420482.beim-fananwalt-besen-im-system.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 11 Feb 2022 12:56:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/besen-im-system</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Montag ist kein Spieltag</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/montag-ist-kein-spieltag</link>
      <description>Eine Sache kann einem dann aber doch noch die Laune verhageln: Im Gegensatz zu den beiden obersten Spielklassen, die der DFL unterstehen, gibt es in der vom DFB betriebenen dritten Liga nach wie vor Montagsspiele.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Fans haben längst entschieden: Proteste in Frankfurt am Main (24.2.2020)
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jeder, der das Spitzenspiel der dritten Liga zwischen Tabellenführer Magdeburg und Verfolger Saarbrücken gesehen hat, muss begeistert gewesen sein: Fußball am Samstag abend mit vielen Zuschauern und dazu ein begeisterndes Spiel. Fußballherz, was willst du mehr?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Sache kann einem dann aber doch noch die Laune verhageln: Im Gegensatz zu den beiden obersten Spielklassen, die der DFL unterstehen, gibt es in der vom DFB betriebenen dritten Liga nach wie vor Montagsspiele. Gerade in dieser Woche musste die traditionsreiche Eintracht aus Braunschweig am Montag ran. Warum eigentlich noch? Klar, wegen der Moneten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Geht es um die Kohle, zeigen die Vereine, dass sie auch keine Unschuldslämmer sind. Mit den Montagsspielen wollten die Klubs durch Übertragungsrechte ein paar Euro mehr rausschlagen. Den Preis zahlen die Fans. Die lassen sich das nicht mehr gefallen. Verschiedenste Fan­szenen wie beispielsweise aus Halle haben den Support bei Montagsspielen zu Hause eingestellt, auswärts fahren sie zu Beginn der Woche eh nicht mehr. Auch die organisierten Anhänger von Mannheim, Kaiserslautern und Osnabrück haben sich vor kurzem gegen die stimmungskillenden Montagsmatches gewandt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der kommenden Woche findet die Tagung der Drittligamanager statt. In knapp 18 Monaten läuft der aktuelle TV-Vertrag aus, und für die Saison 2023/2024 muss neu verhandelt werden. Wie hältst du es mit den Montagsspielen? – Das ist die Gretchenfrage, die die Vereine dort beantworten müssen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Fans haben längst entschieden, wie sie sich zu der Unzumutbarkeit verhalten: Football is for you and me, not for fucking industry! Weg mit den Montagsspielen in der dritten Liga!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/420136.beim-fananwalt-montag-ist-kein-spieltag.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/420136.beim-fananwalt-montag-ist-kein-spieltag.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 04 Feb 2022 12:54:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/montag-ist-kein-spieltag</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Wahnsinn des Weltverbands</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/wahnsinn-des-weltverbands</link>
      <description>Die FIFA ist ein Misthaufen. Etwas obendrauf tun wollte jüngst deren Chef, Giovanni Infantino vor dem Europarat in Strasbourg.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die FIFA ist ein Misthaufen. Etwas obendrauf tun wollte jüngst deren Chef Giovanni Infantino vor dem Europarat in Strasbourg. Dorthin machte er sich auf, um am Mittwoch für seine irrwitzigen Pläne einer Männerfußball-WM alle zwei Jahre zu werben. Auch wenn sich direkt die Frage stellt, was eine Institution wie den Europarat überhaupt dazu antreibt, dem Korruptionsverein FIFA eine Bühne zu bieten, musste man sich die Rede ob ihres ausgestellten Wahnsinns dann doch anhören, statt sie einfach nur zu boykottieren.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Infantino vertritt allen Ernstes die Ansicht, mehr ausgetragene Weltmeisterschaften würden dazu beitragen, dass die Fluchtwelle über das Mittelmeer gestoppt würde, der große Fußball käme dann schließlich regelmäßig gen globalen Süden, nach Afrika. »Chancen und Würde« stünden dann im Armenhaus. Der Fußball bewege sich, so Segenbringer und Gesellschaftsanalyst Infantino, in eine Richtung, »wo wenige alles haben und die Mehrheit nichts«. Die FIFA trägt das ihre dazu bei. Und das ist nicht wenig.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht wenig sind Tausende Tote auf den Stadionbaustellen in Katar. Es seien »nur drei Tote«, sagte Infantino, und die dortigen Arbeitsbedingungen seien schon okay. Dabei werden Arbeiter aus der globalen Peripherie dort wie Sklaven gehalten. »Kein Paradies« sei Katar, gestand Infantino am Rande ein. Für den, der im Oktober seinen Wohnsitz komfortabel dorthin verlagert hat, kommt es ans Paradies schon ziemlich nah ran. Für diejenigen, die dort frei von fundamentalen Arbeitsrechten malochen, um die WM-Spielstätten für die anstehende große Abgreife rechtzeitig fertigzustellen, ist Katar die Hölle. Dieser Wahnsinn gehört boykottiert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/419496.beim-fananwalt-wahnsinn-des-weltverbands.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/419496.beim-fananwalt-wahnsinn-des-weltverbands.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 12:53:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/wahnsinn-des-weltverbands</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Zu Hause bleiben</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/zu-hause-bleiben</link>
      <description>Hierzulande werden die Rufe lauter, dass DFB und DFL doch bitte dem großen Geld folgen mögen. Argument ist die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs – die Kassen seien leer.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Vergangene Woche: ein Duell zwischen Real Madrid und Athletic Bilbao. Da schnalzt der Fan normalerweise mit der Zunge. Diesmal war es ein Seufzen: Das Super-Cup-Spiel fand in Riad in Saudi-Arabien statt, was den spanischen Verband und die Vereine um 30 Millionen Euro reicher machte. Möglich, dass ein paar Scheichs zugesehen haben, in Europa war das Interesse sehr gering. Auch italienische Mannschaften spielten im Rahmen des Super Cups zuletzt häufig fern der Heimat, in China oder arabischen Ländern.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hierzulande werden die Rufe lauter, dass DFB und DFL doch bitte dem großen Geld folgen mögen. Argument ist die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs – die Kassen seien leer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn der Meister gegen den Pokalsieger spielt, dann darf es nicht nur um Moneten gehen und das Spiel samt Chance, es von der Tribüne aus zu sehen, irgendwohin verscherbelt werden, schon gar nicht nach Saudi-Arabien. Anders gesagt: Weder den Eigentümern von Streamingdiensten noch irgendwelchen Scheichs gehört der Fußball. Er gehört den Vereinsmitgliedern, den Fans, die sich Woche für Woche für ihn aufreiben, das letzte Hemd für den Fußball geben würden. DFB und DFL sollten lieber nicht darüber nachdenken, Spiele auszulagern. Es wäre der Sache alles andere als dienlich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/419019.beim-fananwalt-zu-hause-bleiben.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/419019.beim-fananwalt-zu-hause-bleiben.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 21 Jan 2022 12:51:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/zu-hause-bleiben</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Eisiger Wind</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/eisiger-wind</link>
      <description>Es geht ein eisiger Wind durchs Land. Und das liegt nicht nur am Wetter, sondern auch an der sozialen Kälte.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Es geht ein eisiger Wind durchs Land. Und das liegt nicht nur am Wetter, sondern auch an der sozialen Kälte. Würden sich nicht so viele unbezahlt engagieren, es blieben noch mehr auf der Strecke – im schlimmsten Fall erfroren auf der Straße. Verantwortung wird abgewälzt: Statt Bedingungen zu schaffen, unter denen niemand frieren oder hungern muss, wird der Job auf Ehrenamtliche abgewälzt – die es trotz Flexibilisierung, immer längeren Arbeitszeiten und Lernstress an Schulen und Unis immer noch gibt.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ehrenamtliches gibt es auch bei Fußballfans, doch die Zuschauer der samstäglichen Sportschau erfahren wenig über die Arbeit organisierter Fans. Fanhilfen sind dabei nur eine Facette. Es gibt unzählige Initiativen, die in ihren Heimatorten auch außerhalb der Fußballblase aktiv sind. So unterstützen Fangruppen Obdachlose, indem sie ihnen warme Getränke oder Essen bringen oder für sie Schlafsäcke sammeln. Andere unterstützen Projekte, die sich um benachteiligte Kinder kümmern oder akquirieren Geld für dringend notwendige Operationen und Medikamente.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Darüber liest man fast nichts bei Springer und Co. Es passt einfach nicht ins Bild von Bild und Konsorten. Reißerisches über Gewalt und Bengalos verkauft sich besser, festgefahrene Feindbilder helfen außerdem dabei, das Schwarzweißdenken vom asozialen Säufer im Stadion aufrechtzuerhalten. Um so wichtiger ist unser Respekt, der Respekt der Fans für die engagierte Arbeit organsierter Fans.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/418497.beim-fananwalt-eisiger-wind.html"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/418497.beim-fananwalt-eisiger-wind.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Jan 2022 12:46:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/eisiger-wind</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Neue Normalität</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/neue-normalitaet</link>
      <description>Diese Pandemie bringt für fast jeden von uns Einschränkungen mit sich. Freiheits- und Grundrechte sind dabei mitgemeint.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Werden Fußballfans ausgeschlossen, ist das kein isoliertes Phänomen: Es ist zu befürchten, dass Geisterspiele in weiten Teilen stillschweigend beibehalten werden
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Pandemie bringt für fast jeden von uns Einschränkungen mit sich. Freiheits- und Grundrechte sind dabei mitgemeint, und das geht über einen persönlichen Bereich hinaus, der oft hervorgekehrt wird, wenn Probleme von der gesellschaftlichen auf die individuelle Ebene verlagert werden sollen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Werden Fußballfans bei Geisterspielen ganz ausgeschlossen, ist das kein isoliertes Phänomen, und an allen anderen Spieltagen ist alles tutti. Jedes Wochenende müssen Zuschauer mit fortwährenden Einschränkungen rechnen, die dazu führen, dass ganze Fanszenen seit fast zwei Jahren den Spielen freiwillig fernbleiben. Von Namenserfassung und personalisierten Tickets über die Abschaffung von Stehplätzen und Begrenzungen der Gästekontingente bis hin zu Vorgaben, wie der Fan sich im Stadion zu bewegen hat, ist alles dabei. Und vieles haben wir schon vor Corona zur Genüge erfahren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Studien und Umfragen belegen, dass sich die Befragten durch die Coronamaßnahmen zunehmend überwacht fühlen. Kein Wunder. Dass dies viele Fans vom Stadionbesuch abschreckt, ist nur logisch. Vereine und Verbände schweigen sich bisher aus, wie es mit diesen Einschränkungen nach der Pandemie weitergehen soll. Es ist zu befürchten, dass sie in weiten Teilen stillschweigend beibehalten werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der neue Justizminister Marco Buschmann (FDP) äußerte sich bei seinem Amtsantritt dahingehend, dass die Coronapandemie keine dauerhaften Einschränkungen nach sich ziehen dürfe. Zumutungen dürften nicht zur »neuen Normalität« werden, meint der Justizminister. Als Fußballfan hört man da schon mal hin, auch wenn es einen sonst nicht brennend angeht, was von Regierungsseite so alles versprochen wird. Buschmann hat ebenso angekündigt, die rechtswidrige anlasslose Vorratsdatenspeicherung abzuschaffen. Eine »Überwachungsgesamtrechnung« will er auch angehen und die Sicherheitsgesetze überprüfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir Fußballfans sind gespannt und werden zu gegebener Zeit nicht nur den Justizminister an seine Worte erinnern, sondern auch alles dafür tun, dass sämtliche Einschränkungen nicht zum Dauerzustand werden. Jeder Verein, jeder Verband, sollte nicht nur den Worten des Justizministers lauschen, sondern mit den Fans in Dialog treten und sich darüber im klaren sein, dass wir keine neuen Normalitäten mir nichts, dir nichts hinnehmen werden. Denn Fanrechte sind Bürgerrechte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/418052.beim-fananwalt-neue-normalit%C3%A4t.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/418052.beim-fananwalt-neue-normalit%C3%A4t.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Jan 2022 12:40:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/neue-normalitaet</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Höchste Zeit</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/hoechste-zeit</link>
      <description>Vereine und Verbände müssen begreifen, dass nicht sie die Fankultur ausmachen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Kyle Terada/USA TODAY Sports via REUTERS
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Ende des Jahres ist immer der Zeitpunkt zurückzuschauen. Was war gut, was war weniger gut, und wie soll es im neuen Jahr werden? Einer Studie der Fachhochschule Dortmund und der Uni Würzburg zufolge gibt es eine immer größere Entfremdung der Fans vom großen Fußball. Grund dafür ist für zwei Drittel der befragten Fans die Pandemie. Aber mehr als die Hälfte gab außerdem die zunehmende Kommerzialisierung als Grund an. Wundert das?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In Zeiten, in denen Vereine und Verbände das große Lied der Demut sangen, tatsächlich aber nur der schnöde Mammon wichtig war, hat jeder Fan gemerkt, dass der große Fußball auch ohne ihn funktioniert. Und dieser große Fußball muss aufpassen, dass nicht auch nach der Pandemie vor halbleeren Rängen gespielt wird. Denn so mancher Fan hat festgestellt, auch ohne Fußball am Wochenende seine Freizeit gut gestalten zu können. Der Fan ist in fast zwei Jahren Corona älter geworden und geht vielleicht lieber mit dem Nachwuchs in den Zoo oder trifft sich mit Freunden zum Grillen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im neuen Jahr haben die Vereine und Verbände unbedingt Handlungsbedarf. Es ist an der Zeit, die Fans ernst zu nehmen. Vereine und Verbände müssen begreifen, dass nicht sie die Fankultur ausmachen. Sicherlich, es ist ihnen derzeit nicht möglich, mehr Fans ins Stadion zu lassen. Aber man könnte ja ein paar Zeichen setzen. Beispielsweise könnte man Stadionverbote aufheben oder eine Einigung erzielen, die Stadionverbotsrichtlinie abzuschaffen. Man könnte auch der immer wiederkehrenden Idee entgegentreten, in der Zeit nach der Pandemie personalisierte Tickets einzuführen, über die Innenpolitiker so gerne schwafeln.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          All das sind Dinge, die ein Verein oder der DFB auch jetzt angehen könnte, wenn man nur wollte. In diesem Sinne, liebe Vereine und Verbände: Nicht jammern, sondern machen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/417574.beim-fananwalt-h%C3%B6chste-zeit.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/417574.beim-fananwalt-h%C3%B6chste-zeit.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Dec 2021 12:36:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Englische Verhältnisse</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/englische-verhaeltnisse</link>
      <description>Mit Jahresbeginn werden in englischen Stadien nach fast 30 Jahren wieder Stehplätze eingeführt. Das Beispiel mahnt uns: Sind Teile der Fankultur erst einmal abgeschafft, dauert es lange, bis es wieder Veränderungen gibt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Rückkehr eines Kulturgutes: Stehplatztribüne des FC Watford.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Regelmäßige Leser meiner Kolumne wissen, dass ich von klein auf Fan des englischen Fußballs bin. Es hat mich in meiner Jugend begeistert, am Fernseher die unnachahmliche Stimmung in den Stadien des Mutterlandes des Fußballs aufzusaugen. Im Osten sozialisiert, war es für mich ein Muss, sie nach der »Wende« live zu erleben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber schon damals war diese Stimmung getrübt. Denn die berühmten Stehplätze gab es nicht mehr. Nach der Hillsborough-Katastrophe 1989 wurden diese Sektoren der Stimmung bis 1994 nach und nach abgeschafft. Diese Entwicklung und die zunehmende Kommerzialisierung sind dafür verantwortlich, dass aus dem englischen Fußball wurde, was er heute ist: Nur noch gutbetuchte Fans können sich ein teures Sitzplatzticket leisten. Der gering verdienende Familienvater mit seinem Sohn, der Student oder der Arbeitslose bleiben ausgesperrt. Darunter leidet die Stimmung in Englands Fußballtempeln. Immer wieder wird hierzulande gewarnt: Wir wollen keine englischen Verhältnisse. Aus gutem Grund. Auch bei uns wäre es manchen geldgierigen Vereinsfunktionären, von Sicherheitswahn getriebenen Polizeigewerkschaftern oder Innenpolitikern lieber, Stehplätze ganz abzuschaffen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch nun werden mit Beginn des neuen Jahres in verschiedenen englischen Stadien Stehplätze wieder zugelassen. Die Sitzreihen werden mit ausklappbaren Rail Seats bestückt, die man nicht nutzen muss. Das sind zwar noch keine »richtigen« Stehplätze, wie wir sie kennen, aber immerhin.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das zeigt, wie wichtig es ist, die Fankultur im Ganzen zu erhalten. Sind einzelne Teile wie die Stehplätze erst einmal abgeschafft, dauert es Jahre oder Jahrzehnte, bis es wieder Veränderungen gibt. England ist für uns ein mahnendes Beispiel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meist ist weniger mehr. »Kein Zwanni für’n Steher« hieß mal eine Faninitiative. Darum: Erhaltet die Fankultur, sonst stirbt der Fußball.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Sport frei!« vom Fananwalt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          (Quelle:
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/416764.beim-fananwalt-englische-verh%C3%A4ltnisse.html"&gt;&#xD;
      
           https://www.jungewelt.de/artikel/416764.beim-fananwalt-englische-verh%C3%A4ltnisse.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          )
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Dec 2021 12:31:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/englische-verhaeltnisse</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Vertrauliche Worte</title>
      <link>https://www.beimfananwalt.de/b/vertrauliche-worte</link>
      <description>Die Vertraulichkeit von Gesprächen hilfesuchender Fans mit Sozialarbeitern ist nicht ausreichend geschützt. Lädt ein Gericht Fanbetreuer als Zeugen vor, müssen sie vollumfänglich aussagen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fanarbeit auf der Schalker Meile (Kurt-Schumacher-Straße, Gelsenkirchen-Schalke)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Je stärker sich der Fußball kommerzialisiert, desto wichtiger werden Fanprojekte. Unabhängig von Verband und Verein organisiert, arbeiten hier Sozialarbeiter nahezu unermüdlich im Dienste der Fans. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich deren Arbeit schätze.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere für junge Fans sind Fanprojekte wichtig. In den zur Verfügung gestellten Räumen können sie ihre Hausaufgaben erledigen oder einfach abhängen. Oft sind die Sozialarbeiter hier eine Art Eltern- oder Geschwisterersatz. Es wird also viel, vor allem viel Vertrauliches beredet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Womit wir bei folgendem Problem wären: Vertrauliche Worte hilfesuchender Fans sind nicht ausreichend geschützt. Lädt ein Gericht Fanbetreuer als Zeugen vor, müssen sie vollumfänglich aussagen, sie haben kein Zeugnisverweigerungsrecht. Das haben nach Paragraph 53 der StPO nur Berufsgeheimnisträger, etwa Rechtsanwälte, Geistliche oder Menschen in bestimmten beratenden Funktionen (z. B. Mitarbeiter einer Sucht- oder Schwangerschaftsberatungsstelle).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weshalb nicht auch Sozialarbeiter, die sich um Fußballfans kümmern? Zwar erfahren sie von Fans Dinge von strafrechtlicher Relevanz, gleichzeitig tragen sie aber zur Befriedigung von Konflikten bei, helfen in problematischen Situationen. Gesellschaftspolitisch kann man ihre Arbeit gar nicht hoch genug schätzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb unterstützt die AG Fananwälte das »Projekt zur Einführung eines gesetzlichen Zeugnisverweigerungsrechts für Fanprojektmitarbeiter«. Dafür bedarf es freilich einer Änderung der Strafprozessordnung als Bundesgesetz. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung ist keine Rede davon. Vielleicht passiert ja in den nächsten vier Jahren trotzdem was. Der Änderungsbedarf ist offensichtlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sport frei!« vom Fananwalt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/416304.beim-fananwalt-vertrauliche-worte.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.jungewelt.de/artikel/416304.beim-fananwalt-vertrauliche-worte.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           (Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/416304.beim-fananwalt-vertrauliche-worte.html)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Dec 2021 12:12:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.beimfananwalt.de/b/vertrauliche-worte</guid>
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